Lass deinen Geist herabkommen und mach neu das Antlitz unserer Gemeinde

Am 23.05 feierten wir nicht nur die Sendung des Geistes Gottes und seine bleibende Gegenwart in der Kirche sondern auch den Beitritt von sieben Personen Jarosław, Piotr und der Eheleute Joanna und Bartosz mit ihren drei Kindern in unsere Gemeinde.

Die Liturgie begann mit der Beichte, danach folgte der Hauptgottesdienst, alle Lesungen und das allgemeine Gebet wurden von den Beitretenden vorgetragen. In dem Gottesdienst predigte Pfr. Pawel Mikolajczyk aus der Gemeinde der Göttlichen Vorsehung, der den Werdegang der Beitretenden von Anfang an begleitete, die Liturgie führte Probst Andrzej Fober.

Nach der Predigt kamen die Beitretenden zum Altar, dort wurde gemeinsam Veni Creator Spiritus gesungen. Die Beitretenden äußerten vor dem Probst und allen Versammelten ihren Willen, ein Teil des lutherischen Glauben und der lutherischen Kirche zu werden. Pfr. Mikolajczyk segnete jeden Beitretenden und hieß sie allen in unserer Kirche willkommen. Zwar mussten zwei der Kinder von Joanna und Bartosz wegen einer Erkrankung zu Hause bleiben, wir haben sie aber in unsere Gebete fest eingeschlossen.

An dem Gottesdienst nahmen auch Freunde und Angehörige der Beitretenden sowie unsere Gemeindemitglieder teil. Nach dem Gottesdienst wurde das Geschehene kirchenrechtlich protokolliert und die Protokolle wurden entsprechend unterschrieben, Unsere neuen Gemeindemitglieder bekamen zur Erinnerung an das feierliche Ereignis Bücher mit einer Widmung in der Form eines von ihnen ausgewählten Bibelspruches.

Die neuen Gemeindemitglieder gehören zu dem polnischsprachigen Teil unserer Gemeinde. Wie Sie wissen hat die Gemeindeversammlung im Februar den Beschluss gefasst, zwei Seelsorgen im Rahmen unserer Gemeinde zu führen: Die deutschsprachige Seelsorge in Breslau und Niederschlesien sowie die polnischsprachige Seelsorge der Lutherischen Tradition.

1979 sprach Johannes Paul II am Siegesplatz in Warschau den berühmten Satz: Lass deinen Geist herabkommen und mach neu das Antlitz der Erde. Seine Worte wurden nicht nur als Gebet sondern auch als Ermunterung aufgefasst, die notwendigen Veränderungen in dem damals kommunistischen Staat durchzuführen. Ich habe absichtlich den Satz für die Überschrift gewählt und situationsbedingt angepasst. Die diesjährigen Feierlichkeiten zu Pfingsten haben ein neues Kapitel in der Geschichte unserer Gemeinde begonnen. Wir haben den ersten Schritt gemacht um als Gemeinde wieder zu wachsen. Dafür sollten wir dankbar sein und um weitere Gaben des Heiligen Geistes bitten.