3. Sonntag nach Ostern – Jubilate

Wochenspruch – 2. Kor 5,17
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

Wochenlied
EG 110 – Die ganze Welt, Herr Jesu Christ

AT-Lesung – 1. Mose 1,1–31; 2,1–4a
11 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. 6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. 9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. 10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. 12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. 14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. 16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. 17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. 20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. 21 Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. 23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. 24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. 30 Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. 31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. 2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
4 Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde

Epistel – Apg 17,22–34
22 Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. 24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. 25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, 27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. 28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. 29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. 30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. 32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören. 33 So ging Paulus weg aus ihrer Mitte. 34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.

Evangelium – Predikttext

Predigt –  Joh 14,1–12
1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! 2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? 3 Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin. 4 Und wo ich hingehe, dahin wisst ihr den Weg. 5 Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen? 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. 8 Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. 9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater. Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater? 10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht aus mir selbst. Der Vater aber, der in mir bleibt, der tut seine Werke. 11 Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir; wenn nicht, so glaubt doch um der Werke willen. 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.

Liebe Gemeinde! Liebe Schwestern und Brüder!

Ich darf noch einmal das Wort Gottes mit Ihnen teilen und auf diesen Weg mit Ihnen Gemeinschaft halten.. Diesmal stammt die Perikope aus dem Evangelium des Heiligen. Johannes. Das ganze Fragment enthält einen reichen Inhalt, mehrere Themen. Wir können sie nicht alle bewegen, auslegen oder sogar erschöpfen. Wenn einer von Ihnen, liebe Freunde, nach dem Lesen meiner Gedanken den Eindruck hat, dass ich bei dieser Überlegung einen anderen Weg einschlagen könnte, dass ich etwas verpasst oder den Akzent woanders gesetzt haben sollte, dann werde ich sehr glücklich sein. Es wird bedeuten, dass mein Schreiben eine Wirkung hatte. Es hat Sie über diese Worte des Heiligen nachdenken lassen. Dazu hatten Johannes, das Evangelium und ich meinen Kommentar geschrieben. Gott freut sich wirklich, wenn wir sein Wort in unsere Hände nehmen und möchten, dass es uns erleuchtet, stärkt und führt. Durch lesen, nachdenken, meditieren kommt das Wort in uns. Nur so kann sich das realisieren, was Jesus in uns erreichen wollte, dass sein Wort, Gottes Wort, in uns wohne.

In der Warschauer Bibel, die ich normalerweise benutze, trägt die besprochene Passage den Titel: Weg zum Vater. Natürlich stammt dieser Titel nicht von Johannes oder Jesus selbst. Es stammt von den Herausgebern der Warschauer Bibelausgabe und soll den Leser auf den allgemeinen Inhalt der Wörter vorbereiten, die er lesen wird. Mit diesem Titel können Sie sich auch an diesen Ort erinnern, damit Sie schnell dorthin zurückkehren können. Dies sind sehr praktische Informationen. Denn wenn wir die Frage hören: Wo in den Evangelien ist der Abschnitt über den Weg Jesu zum Vater? – Wir werden ohne einen Moment zu zögern antworten können: in Kapitel 14 von Johannes.

Der Weg zum Vater erinnert uns sofort an das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Wir lesen darin über die spektakuläre Rückkehr eines Sohnes in das Haus seines Vaters. Die Rückkehr war bemerkenswert, denn der Sohn hatte alles verjubelt, was er von seinem Vater erhalten hatte – und es war nicht wenig – als er sein Leben ohne Vater und seinen Prinzipien führen wollte. Diese Geschichte spricht offensichtlich von Gottes Güte. Gott schließt niemandem die Tür zu. Selbst wenn wir nackt, schmutzig und ohne alles, was er uns gegeben hat, zu ihm kommen, wartet er ständig darauf, dass wir zurückkehren. Umkehr – ein Lieblingswort von Jesus und Dietrich Bonhoeffer.

Wir haben hier also zwei Geschichten durch eine Rückkehr bezeichnet. Einmal eine Rückkehr mit Sünde, eine peinliche Rückkehr, eine Rückkehr in letzter Minute, verzweifelt, irgendwie gezwungen. Es ist aber auch eine Rückkehr verbunden mit Reue, weshalb es Hoffnung in dieser Rückkehr gibt. Mein Pastor aus Teschen kommentierte dies Gleichnis mit dem verlorenen Sohn oft und wiederholte : „Diese Geschichte ermöglicht es uns die Handlung Gottes zu verstehen, den wir nie verstehen werden können”.

Der Weg Jesu zum Vater ist ein ganz anderer Weg, eine andere Rückkehr. Es ist eine triumphale Rückkehr, voller Ruhm und Freude. Alles wurde gemacht, womit der Vater den Sohn in die Welt gesandt hat. Bevor dies jedoch geschieht, wird Jesus am Ende seiner irdischen Reise von allem befreit und gefoltert wie ein Schaf, das zum Schlachten geführt wird. Der Sohn Gottes, des Höchsten, wurde beraubt, er hat alles losgelassen – nicht beim Jubeln und Tanzen – um uns zu bereichern. Er hatte die Herrlichkeit, die er vom Vater hat, vergessen um unsere Sünden auf sich zu nehmen und uns die Herrlichkeit der Kinder Gottes zu geben.

Die Worte, die Jesus seinen Jüngern in Kapitel 14 des Johannesevangeliums sagt, wurden vor Himmelfahrt, vor Ostern noch gesprochen. Er spricht jedoch über den Weg zum Vater. Dies bedeutet, dass jeder Moment seiner irdischen Pilgerreise ein Weg vom Vater zum Vater war. „Ehre sei Gott in den Höhen und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens“ – singen die Engel auf den Feldern von Bethlehem

Der ganze Weg Jesu vom Vater zu uns und mit uns zu ihm ist ein Weg, der Himmel und Erde verbindet, das Ewige mit Vorübergehendem, Unsichtbare mit Sichtbarem, das Heilige mit Profanem, das Göttliche mit Menschlichem.

Das ist offensichtlich nicht so einfach zu verstehen. Wie beruhigend sind diese Aufzeichnungen in den Evangelien, die uns von den Jüngern des Herrn erzählen, die die Worte und Taten Jesu nicht verstanden haben, obwohl sie ihn jeden Tag hatten. Diese Passagen sind für das Evangelium und für uns wichtig, sie zeigen und betonen seine Authentizität und Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass wir immer Schwierigkeiten haben werden, Gottes Wort zu verstehen, weil es das Wort des lebendigen Gottes ist.

Jeder, der dieses Wort in einer Predigt oder einer Schulkatechese erklären möchte oder muss, muss diese endlosen Anstrengungen unternehmen, um Gottes Plan zu erklären. Hier braucht man viel Demut und Geduld, denn Gott offenbart seine Geheimnisse, wem er will und wann er will.

Jesus brachte nicht alle seine Jünger zum Verklärungsberg, nach Tabor. Nur Johannes, Jakob und Petrus begleiteten ihn.

Wir sind nicht überrascht von Thomas Frage: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, wie können wir den Weg kennen? Diese Thomas-Frage fasst die früheren Gedanken, die in dieser Meditation aufgezeichnet wurden, genau zusammen.
Woher kennen, verstehen wir den Weg, dem der Sohn Gottes folgen wird? Wie können wir Gott in seiner Göttlichkeit verstehen?

Wenn wir vom Weg Jesu sprechen, dann sprechen wir auch davon, dass wir Jesus nachfolgen sollen. Wir sollen in seine Fußstapfen treten. Ja, das Leben eines Christen soll ein Weg mit Jesus sein, der in seine Fußstapfen tritt.

Heute, während einer Pandemie, möchten wir Jesus fragen: Wohin führst Du uns? Ist das, was wir erleben müssen, für uns noch ein Weg zum Vater? Die Bedrohung durch eine Pandemie erstreckt sich auch auf das Wesentliche des Christentums. Der Auftrag Jesu besagt, dass wir in die Welt gehen sollen, das Evangelium erzählen, seine Worte und Taten verkünden.

Jetzt müssen wir jedoch zu Hause bleiben. Eigentlich sollten wir schweigen und an einem Ort bleiben, denn das Virus hat keine Beine, keine Hände, keinen Mund. Er bewegt sich dorthin, wo wir uns bewegen – wie es schon Mal so formuliert wurde. Es verbreitet sich durch Reden und Niesen.

Wie kann man einen Gottesdienst feiern, wo wir kaum reden, treffen und begrüßen dürfen.
In einigen Gemeinden in Deutschland werden Gottesdienste abgehalten, aber die Gläubigen dürfen nicht singen. Das Singen religiöser Lieder, die treibende Kraft der Kirche, ist heute in Kirchen verboten.

Erschreckt uns das nicht? Schauen wir heute nicht mit anderen Augen auf die Geschichte der Versuchung Jesu? Satan versucht Jesus am Anfang des Weges seines Vaters und möchte die Mission des Sohnes Gottes beenden. Der Teufel benutzt ein ganzes Arsenal an Methoden und Tricks, benutzt sogar das Wort Gottes selbst, damit Jesus niemals die Worte sprechen kann, die Johannes im Kapitel 14 aufgezeichnet hat:
„Lass dein Herz nicht beunruhigt sein; glaube an Gott und glaube an mich. Es gibt viele Wohnungen im Haus meines Vaters! „

Satan möchte, dass wir in Angst leben. Das wir ständig unsicher auf der Suche einer Bleibe sind. Dass wir uns wie Flüchtlinge fühlen, die eigentlich keine Rechte und keine feste Sicherheit haben dürfen.

Jesus bringt Frieden und sagt klar: Diesen Frieden kann die Welt dir nicht geben. Trotz allem, was zuvor gesagt wurde, dass wir Gottes Wege und Absichten nicht verstehen können, lässt er uns nicht in Unsicherheit, spielt nicht mit unserem kleinen Wissen und nutzt unsere Schwächen nicht zynisch.

Das unterscheidet Jesus von Satan, von vielen Politikern – es gibt auch gute Leute dort wie die Ministerpräsidentin von Neuseeland – von vielen Menschen mit denen wir auch manchmal zu tun haben, die uns aufwiegeln möchten.

Er führt uns konsequent, sicher und selbstbewusst zum Vater. Er zog den Stachel des Todes heraus, der unsere Toten und uns eines Tages behalten kann. Der Tod muss uns jedes Mal an Jesus abgeben, sonst wären die Worte Jesu von den neuen Wohnungen nicht logisch.

Dort, einmal in dieser anderen Welt, werden wir nicht verloren sein, wir werden keine Suchende, Flüchtlinge, Obdachlose mehr sein. Wir werden die erwarteten Bewohner der himmlischen Vorhöfe sein, denn „wer den Sohn gesehen hat, hat den Vater gesehen“ wird Gott nicht in seinem Königreich suchen müssen.

Amen!

Pfr. Andrzej Fober

 

Gebet

In dir bleiben,
Christus.
Die Kraft von dir empfangen.
Aus deiner Wurzel leben.
Aufnehmen und weiterreichen,
was du uns gibst.
Frucht bringen.
Christus, ohne dich können wir nichts tun.

Du gibst die Kraft.
Aus dir strömt sie.
Gib sie denen,
die müde sind,
die erschöpft sind von Corona,
die sich aufreiben in der Sorge für andere,
deren Mut aufgebraucht ist,
die sich fürchten vor dem, was kommt.
Du bist die Wurzel, die trägt.
Erbarme dich.

Du bist der Friede.
Du berührst die Herzen.
Verwandle die Hartherzigen,
die Kriegsherren und
die Lügner.
Ihr Gift sei wirkungslos,
weil du ihre Opfer heilst.
Du bist das Glück für die Schwachen.
Erbarme dich.

Du bist die Liebe.
Du machst alles neu.
Du bleibst.
Bleib bei den Trauernden, Christus
und bei den Liebenden,
denn ohne dich verlieren sie sich.
Du Liebe,
sprich zu uns,
zu deiner Gemeinde
und zu deiner weltweiten Kirche.
Bleib bei uns.
Christus, ohne dich können wir nichts tun.
Du bist der Weinstock.
Erbarme dich
heute und alle Tage, die kommen.
Amen.

Ankündigungen
Liebe Freunde und Mitglieder der St. Christophori-Gemeinde!

Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hat der Bischof der Kirche, Pfarrer Jerzy Samiec, empfohlen, bis zum 03.05.2020 keine Gottesdienste in unseren Kirchen abzuhalten.

Nach diesem Datum liegt die Entscheidung, Gottesdienste aufzunehmen, beim örtlichen Gemeinderat und dem Propst. Dies ergibt sich aus den Bestimmungen des Kirchengesetzes, das besagt:

Nach § 21 lit. a) b) und d), § 42 Abs. 2 und § 43 Abs. Gemäß Artikel 1 der Pfarrverordnung liegt die Entscheidung, Kirchen zu eröffnen und die Kultstätten zu sichern, in der Verantwortung der Pfarrräte und Pastoren.

„Ich bitte jedoch um Konsultation dieser Entscheidungen mit dem örtlichen Diözesanbischof“ – schreibt der Bischof der Kirche.

Die empfohlene Konsultation mit dem Bischof der Diözese, PfarrerWaldemar Pytel, fand am 27.04.2020 statt während einer Videokonferenz von Pastoren aus der Diözese Wrocław. Unser Bischof empfahl ausdrücklich Vorsicht bei der Eröffnung von Kirchen und empfahl den Einsatz und die Forderung aller möglichen elektronischen Mittel, um die Gläubigen zu erreichen.

Das Erreichen der Gläubigen hat zwei Ziele: Gottes Wort mitzuteilen, aber auch unser menschliches Wort zu schenken. Unsere Wünsche nach Gesundheit, die Gewissheit unseres Gebets und Gespräche, auch über das Wetter sind äußerst wichtig für Menschen, die oft in ihren vier Wänden eingeschlossen sind.

Schließlich dürfen wir das Leben und die Gesundheit unserer Gemeindemitglieder nicht gefährden, indem wir hastig Gottesdienste in Situationen organisieren, in denen wir ihre vollständige Sicherheit auf dem Weg zur Kirche, während des Gottesdienstes und auf dem Heimweg nicht gewährleisten können.

Mögliche Gottesdienste können unter sehr strengen hygienischen Bedingungen stattfinden, ohne das Sakrament der Heiligen Kommunion, ohne die Möglichkeit die Toilette zu benutzen usw.

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass es besser ist, einen Gottesdienst selbst sicher zu Hause auf die eine oder andere Weise über Radio, Fernsehen oder Internet vorzubereiten, als eigene und der anderen Gesundheit und ihr Leben an einem Ort zu riskieren, an dem wir uns nicht so sicher sind.

Deswegen habe ich die Mitglieder des Rates per E-Mail kontaktiert und folgendes mitgeteilt:

Ich bitte Sie, geehrte Mitglieder des Rates, beantworten Sie die folgende Frage mit „Ja“ oder „Nein“:

Sind Sie für eine Verlängerung der Aussetzung der Dienste in der Pfarrei St. Krzysztof bis sich die Pandemiesituation in Polen normalisiert hat?

Ich möchte Sie alle, liebe Freunde und Mitglieder unserer Gemeinde, darüber informieren, dass die Mitglieder des Rates, die bis Freitag, 15.00 Uhr meine Frage beantwortet haben, sich ausdrücklich für die Verlängerung der Aussetzung der Gottesdienste in unserer Gemeinde ausgesprochen haben. Auf zwei Antworte warte ich noch, die werden jedoch die Bestätigung der Entscheidung nicht ändern können.

Es bedeutet, es finden weiterhin keine Gottesdienste in unserer Gemeinde statt.

In der Schrift vom 30.04.2020, schreibt erneut der Bischof der Kirche, Hochwürdiger Pfarrer Jerzy Samin und bittet:

„Ältere Menschen (ab 60 Jahren) und Menschen mit Komorbiditäten (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Krebs) empfehle ich , zu Hause zu bleiben und an Diensten teilzunehmen, die über Radio, Fernsehen und Internet ausgestrahlt werden”.

Das tun wir und das wollen wir tun: unsere Ältesten, die eine Mehrheit in unserer Gemeinde bilden, einfach schützen und weiterhin sozial und seelesorgerlich begleiten.

Alle anderen Auslegungen, Theorien, Hinweise, ob es den Virus überhaupt gibt, wie er sich verbreitet usw. überlassen wir den Fachleuten. Die beste Methode, die Krankheit zu besiegen ist diese aus z.B. Neuseeland, wo die junge und brave Ministerpräsidentin, Jacinda Ardern, scharfe Einschränkungen eingeführt hatte. Diese wurden durch 88% der Bevölkerung akzeptiert und gehalten. Dieses Land feiert einen große Erfolg, wo die Pandemie total unter Kontrolle bleibt. Es gab dort nur 1476 Kranke und 19 Tote.

Ich als Propst der St. Christophori-Gemiende, zusammen mit dem Rat der Gemeinde sind der Überzeugung, dass die Aussetzung der Gottesdienste ein richtiger Weg ist. Unser Auftrag ist die Menschen vor dem Bösen zu schützen, nicht in Gefahr zu führen, wofür wir dann keine Verantwortung tragen möchten.

Sie alle, liebe Freunde und Mitglieder der St. Christophori, sind in meinen guten Gedanken und Gebeten. Ich bin sicher, dass dort, wo unsere Hände zu schwach sind, unsere Schritte nicht reichen oder Sie nicht erreichen können, dort nimmt der auferstandenen Christus diese Mängel auf sich. Er geht mit uns wie mit den Jüngern nach Emmaus. So wie die Jünger damals, spüren wir oft die Gegenwart Gottes bei uns nicht, aber er ist da. Er geht mit.

Ich grüße Sie alle sehr herzlich, wünsche Ihnen Geduld, Tapferkeit und Frieden,
die Geschenke des Herrn für die Menschen dieser Welt, auch Geschenke für uns.

Mit schlesischem Gott befohlen
segne ich Sie alle von ganzem Herzen,

Ihr
Pfr. Andrzej Fober
Propst