Roy in neuer Funktion

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Uwe Behnisch

Roy Häuslein hat meinen Segen. Er hat meinen Zuspruch, weil er seinen Nächsten dient.
Er dient, weil er selbst die Schattenseiten des Lebens gelebt und erfahren hat. Roy Häuslein ist aber auch ein Segen für die Gemeinde St. Christophori, weil er das Gegenteil von Fluch und Unglück, Schmerz und Leid vorlebt. Seine Wertschätzung und seine Toleranz entsprechen dem Segnen, dem „Wohlreden“ und dem „Guten“. Das Segnen ist ein einfacher Weg, um das bewußt gewordene Sein zu entwickeln. Es ist ein Mittel, mit dem man seine universale Liebe wachsen lassen und Vorurteile vermeiden kann. Wenn Roy das völlige Glück und die echte Integrität aller, denen er begegnet, segnet, ohne sich auch nur im Geringsten um ihr Äußeres, ihren Gesichtsausdruck, ihrer Herkunft, ihrer Schicht, ihres Geschlechts oder andere Schubladen zu kümmern, wenn er ihnen aus dem Innersten seines Wesens das Beste wün­scht, wird es seinem Herzen unmöglich sein, Unfrieden zu stiften.

Es gibt darum kaum einen Text in der Bibel, der falschen menschlichen Humanismus und Idealismus so verurteilt wie die Bergpredigt, die so viele als ihren Lieblingstext bezeichnen. Hier geht es nicht um idealistische Friedensbemühungen. Denn die Quelle aller Kriege liegt in uns selbst. «Wieso gibt es denn bei euch so viel Kämpfe und Streitigkeiten? Kommt nicht alles daher, dass ihr euren Leidenschaften und Trieben nicht widerstehen könnt? Ihr wollt alles haben und werdet nichts bekommen. Ihr seid voller Neid und tödlichem Hass; doch gewinnen werdet ihr dadurch nichts» (Die Bibel, Brief des Jakobus, Kapitel 4, Vers 1-2).

Roy kennt den Brief des Jakobus, mehr noch, er hat ihn verstanden.
Und deshalb hat er auch meinen Segen.