Die Sanierung der Küche

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Pfr. Andrzej Fober


Die Sanierung der Küche in der St. Christophori-Kirche 
wurde begonnen. Einige wurden schon unruhig und vermuteten falsch, dass die Sanierung in diesem Jahr überhaupt nicht stattfinden will. Es wird gemacht, weil wir glaubwürdig bleiben müssen; als Kirche, als Gemeinde, als Menschen. Wer Träume oder subjektive Vorstellungen verbreitet, muss damit rechnen, dass sie nicht immer Wirklichkeit werden. Die Wahrheit besteht immer.

Die leichte Verspätung ist natürlich mit den Finanzen verbunden. Zwei Anträge um die Unterstützung der Arbeiten in der Kirche wurden nicht genehmigt und wir mussten zuerst sehen wie die Kosten mit den neuen Fenstern sich entwickeln werden.

Schon wieder sind unsere zahlreichen Freunde in Deutschland und anderswo aufmerksam geworden und dieses Projekt gut und sinnvoll fanden. Suppe für Obdachlose muss in einer richtigen Küche gekocht werden. Die Küche entsteht jetzt und wird allen Normen und Vorschriften die dabei zu beachten sind, erfüllen. Es wird dann eine Küche nicht nur für ein paar Jahre, sondern für mehrere Jahre, alles aus Edelstahl, gekachelt usw. Bald werden mehrere Bilder auf der Website unserer Gemeinde zu sehen sein. Diesmal sehen Sie nur den Anfang.

Die Sanierung der Küche kann auch ein Anstoß sein theologisch nachzudenken. Es freut mich zu sehen wie der Kreis der Freunde der St. Christophori-Gemeinde immer größer wird. Es gibt mehr und mehr Menschen, die sich mit uns verbunden fühlen auch wenn sie nicht in Schlesien leben. So entsteht eine Verbundenheit, eine Gemeinschaft der Heiligen – Communio Sanctorum – in der Menschen, auch wenn sie getrennt leben, sich gegenseitig helfen, unterstützen, stärken und füreinander beten. So entsteht eine unsichtbare aber reale Verbundenheit und diese bringt sichtbare Früchte. Das ständige Geben und Nehmen macht eine solche Gemeinschaft glaubwürdig und lebendig und lässt ahnen was uns im Himmelreich erwartet: Seelen Seligkeit. Jeden Sonntag im Gottesdienst beten wir für unsere Freunde, viele beten auch für uns.

Diese Gemeinschaft hier auf Erden oder dort im Himmel lebt, weil Jesus lebt. Er bewegt die Herzen von vielen guten Menschen und so bekommen wir die Spenden. Diese verwenden wir für das, was wir versprochen haben: Mal die Fenster, mal das Dachgeschoss im Pfarrhaus, mal die Kohle für die Gemeindeglieder oder einen Boiler, der bei einem Gemeindeglied kaputt gegangen ist. Die Fenster sind fertig, und werden am 14.12.2018 eingeweiht; die Küche wird auch fertig sein und wird durch den Gebrauch von den armen Menschen geweiht, durch ihre Dankbarkeit, durch ihr Lächeln.

Das Geben und Bekommen, Spenden und Verschenken macht nicht nur das Geld beweglich, vor allem bewegt es uns zu den guten Werken der Liebe, ohne die keine Gemeinde oder Kirche wirklich wahrgenommen werden kann.

Im Namen der Gemeinde und vielen unserer Schwestern und Brüder danke ich Ihnen allen herzlich für Ihre Zuwendung. Ihre Spenden sind uns nicht vergeblich anvertraut und wenn Sie uns eines Tages besuchen wollen, werden Sie stolz sagen dürfen: Ich war dabei mit meinem Herz, meinem Rat und meiner Tat.